Eine Holding-Struktur kann die effektive Steuerlast beim Unternehmensverkauf von 42 % auf ~1,5 % senken. Was steckt dahinter — und wann lohnt es sich?
Eine Holding ist eine Kapitalgesellschaft (typischerweise GmbH oder AG), die Beteiligungen an anderen Unternehmen hält und verwaltet. Sie ist kein operatives Unternehmen, sondern eine übergeordnete Struktur.
Der zentrale Steuervorteil: Nach §8b KStG bleiben 95 % der Dividenden und Veräußerungsgewinne aus Tochtergesellschaften steuerfrei.
Verwaltet aktiv Tochtergesellschaften und erbringt Managementleistungen.
Hält Beteiligungen primär zur Einkommenserzielung, ohne aktive Steuerung.
Steuerersparnis beim Unternehmensverkauf über Holding. Effektive Belastung der thesaurierten Gewinne variiert.
Nach §8b KStG bleiben 95 % der Dividenden aus Tochtergesellschaften in der Holding steuerfrei. Nur 5 % gelten als nicht abzugsfähige Betriebsausgaben.
Wer sein Unternehmen über eine Holding verkauft, zahlt auf den Veräußerungsgewinn nur ~1,5 % effektive Steuer — statt ~42 % als Einzelunternehmer.
Gewinne aus der operativen Gesellschaft können in die Holding transferiert werden — geschützt vor operativen Risiken und Gläubigern der Tochter.
Unternehmensanteile lassen sich innerhalb der Holding-Struktur deutlich steuergünstiger übertragen als direkt.
Neue Geschäftsbereiche oder Beteiligungen können einfach als weitere Tochtergesellschaften angegliedert werden.
Die Holding kann Kapital zwischen Tochtergesellschaften verlagern und als interne Bank fungieren.
Eine Holding wird wirtschaftlich interessant, wenn regelmäßig Gewinne thesauriert (im Unternehmen behalten) werden sollen, oder wenn ein Unternehmensverkauf perspektivisch geplant ist.
Die Gründungskosten und laufenden Verwaltungskosten müssen gegen den steuerlichen Vorteil gerechnet werden — bei niedrigen Gewinnen überwiegen oft die Kosten.
Zwei Gesellschaften bedeuten doppelten Verwaltungsaufwand, doppelte Buchführung, doppelte Jahresabschlüsse.
Nicht jedes Unternehmen profitiert gleich. Die Rechtsform und der Betriebstyp entscheiden mit.
Die Übertragung der operativen GmbH in die Holding muss steuerlich korrekt strukturiert sein — sonst drohen stille Reserven.
Die jährlichen Verwaltungskosten fallen dauerhaft an — auch wenn wenig Aktivität stattfindet.
Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Steuerberatung. Für die konkrete Umsetzung: Steuerberater einbeziehen.
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