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Stiftung gründen — Vermögen schützen und Zukunft gestalten.

Eine Stiftung ermöglicht es Unternehmern, Steuern zu optimieren, Vermögen vor dem Zugriff Dritter zu schützen und die Nachfolge generationenübergreifend zu sichern — wenn sie richtig strukturiert ist.

Eine eigenständige juristische Person mit zweckgebundenem Vermögen.

Eine Stiftung ist eine rechtlich selbstständige Organisation, die ein bestimmtes Vermögen dauerhaft einem festgelegten Zweck widmet. Anders als Unternehmen verfolgt sie keine Gewinnerzielung, sondern ihren Stiftungszweck.

Das eingebrachte Vermögen gehört nicht mehr dem Gründer — es ist zweckgebunden und dauerhaft vom Privatvermögen getrennt. Das ist Schutz und Einschränkung zugleich.

Wichtig verstehen

Stiftungen sind kein flexibles Steuerspar-Instrument, das man jederzeit auflösen kann. Das Vermögen ist dauerhaft gebunden — das ist der Kern des Konzepts.

Was eine Stiftung ausmacht

Rechtspersönlichkeit Eigenständige juristische Person, kann Verträge schließen
Zweckbindung Satzung legt Zweck fest — kaum nachträgliche Änderung möglich
Dauerhaftigkeit Konzipiert für Generationen, nicht für kurzfristige Ziele
Vermögenstrennung Stiftungsvermögen ≠ Privatvermögen des Gründers
Aufsicht Stiftungsbehörde überwacht dauerhaft die Tätigkeit

Familienstiftung oder gemeinnützige Stiftung?

Gemeinnützige Stiftung

Zweck: Bildung, Wissenschaft, Kultur, soziale Projekte

+ Umfangreiche Steuerbefreiungen
+ Spendenabzug für Zustifter
+ Gesellschaftlicher Nutzen
– Strenge Zweckbindung
– Hoher Verwaltungsaufwand

Familienstiftung

Zweck: Familienversorgung, Vermögenssicherung, Nachfolge

+ Erbschaftsteuer reduzieren
+ Schutz vor Erbstreitigkeiten
+ Flexible Familienstruktur
– Weniger Steuervorteile
– Familienkonflikte möglich

Unternehmensstiftung

Zweck: Unternehmenskontinuität über Generationen

+ Unternehmen vor Zerschlagung schützen
+ Kombinierbar mit gemeinnützig
– Komplexe Administration
– Strenge Anforderungen

Stiftung gründen — 6 Schritte.

1

Stiftungszweck definieren

Der Zweck ist der Kern der Stiftung und kaum nachträglich änderbar. Präzise formulieren, aber mit genug Flexibilität für die Zukunft. Professionelle Rechtsberatung hier unverzichtbar.

2

Stiftungstyp wählen

Gemeinnützige Stiftung für gesellschaftlichen Beitrag mit Steuervorteilen — Familienstiftung für Vermögenssicherung innerhalb der Familie. Die Wahl bestimmt Steuereffekte und Ausrichtung.

3

Satzung und Gründungsdokument erstellen

Die Satzung regelt Organe, Entscheidungswege und Vermögensverwendung. Fehler hier sind teuer — spätere Änderungen kaum möglich.

4

Stiftungsvermögen einbringen

Mindest-Startkapital: ca. 20.000–30.000 € für kleinere Stiftungen. Möglich: Bargeld, Immobilien, Unternehmensanteile. Höhe hängt von Zweck und Nachhaltigkeit ab.

5

Genehmigung beantragen

Antrag bei der Stiftungsbehörde des Bundeslandes. Gemeinnützige Stiftungen benötigen zusätzlich Anerkennung durch das Finanzamt.

6

Betrieb aufnehmen und Strukturen etablieren

Vorstand bestellen, Geschäftsordnung festlegen, Jahresabschlüsse einplanen. Langfristiger Erfolg hängt von klaren Verantwortlichkeiten ab.

Stiftungsgründung: Dokumente unterzeichnen
Langfristig denken

Stiftung ist kein schnelles Steuersparinstrument.

Wer langfristig denkt, Vermögen schützen und Nachfolge sichern will — für den ist eine Stiftung ein mächtiges Werkzeug. Mit professioneller Beratung.

Weiter: Holding-Struktur

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